20190710 CANADA

erleben wir von seiner Schokoladenseite. Wir sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort, weil sich Kanada nur zwischen Juni und September so präsentieren kann, wie wir es erleben: in den kräftigen Farben des Sommers, offen, mediterran und freundlich…

I. Thousand Islands, Kingston, Toronto

Alles, was im Freien stattfinden kann, wird geboten: Open Air Konzerte, Jazz und Blues-Festivals, Künstler jeder Couleur auf den Plätzen der Städte, Bootstouren auf allen Flüssen, Kanälen und Seen, die Sommerhäuser auf den Thousand Islands sind wieder bewohnt oder werden nach dem Hochwasser erneut bewohnbar gemacht…

Man lebt draußen, genießt den Sommer, ist einfach gut gelaunt und Touristen gegenüber äußerst freundlich und hilfsbereit.

Wir ankern in herrlicher Natur, zwischen den Inseln der „Thousand Islands“,  Schwimmen im klaren Wasser des Ontario Sees, lassen die Seele ein wenig baumeln …

Sommer, Sonne, Badefreuden…
Wassertemperatur: 22°C
Upps!!! Wurde der „Königlichen“ das „I“ gemopst???

Kingston erleben wir als eine Art Vorgeschmack auf Ottawa und Quebec. Eine Stadt die auch im Süden Frankreichs angesiedelt sein könnte, mit Kalksteinhäusern, die die Wärme des Sommers in die Straßen abstrahlen, mit großzügigen Plätzen auf denen unterschiedlichste Künstler ihre Performance zu Gesicht oder Gehör bringen, französische, spanische oder italienische Restaurants deren Speisekarte bereits das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt…

Das Rathaus…
Der Harbourwalk…

Nach so viel Amerika tut ein bisschen Europa gut. Ein Essen im italienischen Restaurant „Olivea“ mit Live Jazz Untermalung lassen wir uns nicht entgehen und ein abschließendes Craft Beer  in einer Rooftop-Bar – mit Blick auf den immer noch belebten Marktplatz rundet den Abend gebührend ab.

Die Supermärkte: Zum Reinbeißen!!! Käse, Fisch, Backwaren, Pasteten und Terrines, Foie gras..und die Präsentation von Obst und Gemüse…

Vorgewaschene, zerpflückte Salate in Plastik eingeschweißt, sucht man vergeblich…

Stattdessen: Knackige Frische in Wandregalen…

Unsere Fahrt entlang der kanadischen Nordküste des Ontario Sees beginnt in Gananoque (wo wir einklarierten) und führt über Kingston und Coburg nach Toronto. Streckenweise haben wir herrlichen Segelwind für Groß und Genua,

…wie man sieht…

manchmal auch ein paar ruppige Wellen, meistens aber spielt der Wind Verstecken, und wir motoren übers spiegelglatte Wasser.

Peter sitzt auf der Stb. Motorklappe, die Füße hochgelegt und döst in der Sonne. Ich will ihn aufmerksam machen auf das herrliche, milchige Türkis des Wassers. Er erschrickt, hebt den Kopf, greift sich impulsartig an die Stirn…Zu spät! Es tickt zweimal auf der Heckklappe und… weg ist sie: seine neue Gleitsichtbrille… Und zwei Segler blicken stumm auf dem ganzen See herum… 🙁 🙁

Da gleitet sie dahin…in ihr türkisfarbenes Grab…

Bis wir wieder nach Hause kommen wird er die Welt ‚Polarisations-gefiltert‘ durch die Sonnenbrille betrachten oder fürs Kleingeschriebene zur Lesebrille greifen müssen…

Coburg bietet seinen Bootstouristen ein kostenfreies Public Dock, das wir gerne für eine Nacht nutzen. Es ist gleichzeitig das Ende der Flaniermeile und offensichtlich gefällt die PIA, da sie hundertfach auf Handys oder Fotoapparate gebannt wird und Peter viele Fragen beantworten muss.

Erst am späten Nachmittag kommen wir von Bord, um einen Strandspaziergang zu machen. Bunt, fröhlich und sehr trubelig geht’s hier zu. Aber wen wundert’s? Es hat 32°C, es ist Sonntag und zusätzlich Ferienzeit…

In Toronto erleben wir einen sehr herzlichen Empfang durch die Mitglieder der TMCC (Toronto Multihull Cruising Club), dessen Mitglieder allesamt einen Catamaran oder Trimaran besitzen und das Problem der doppelten Liegegebühren für einen Catamaran sehr gut kennen. Sie bieten uns  einen kostenlosen Liegeplatz an der Boje an, den wir natürlich gerne annehmen und mit einer Spende an den Club honorieren.

Bernard, der selber Catamarane gebaut hat und auf allen Meeren dieser Welt bereits unterwegs war, wie auch Paul, der Chef des Clubs und andere Mitglieder sind sehr interessiert an der PIA, da sie ein individuell gebauter Catamaran ist und sich von den üblichen großen (Charter)-Marken (Lagoon, Fountain Payot, Privilège) unterscheidet. Sie kommen gerne auf einen Espresso vorbei, lassen mit ihren Erzählungen die Zeit verfliegen und wir müssen uns mit dem Sightseeing ein wenig sputen, da wir in drei Tagen zu unserem 10tägigen Städtetrip aufbrechen wollen und die nächsten Gäste zwei Tage nach unserer Rückkehr anreisen werden.

Toronto im Schnelldurchgang bedeutet: eine Fahrt mit dem Sightseeing Bus, eine Bootstour zu den Toronto Islands, einmal Toronto zu Fuß mit einem Bruchteil des Path (ein Labyrinth aus unterirdischen Gängen, das Sehenswürdigkeiten, Wolkenkratzer und Läden der Downtown miteinander verbindet und im eisigen Winter bevorzugt wird), einen Harbour Walk, den St.Lawrence Market, den Historic Distillery District und den Besuch des CN-Towers.  Es  reicht gerade eben, um sich einen Überblick über diese moderne, lebendige Multi Kulti Stadt zu verschaffen.  

Der CN- Tower, das Wahrzeichen von Toronto…
Eine Fahrt auf den CN-Tower..
Mit Ausblick auf die Toronto Islands…
…und auf die PIA… In der Mitte des Fotos…
Financial District…
Das neue Rathaus zwischen zwei Halbschalen…von oben
und von unten…
MoCA – Museum of Contemporary Art
OCAD Ontario College of Contemporary Art and Design
Das Bell Medien Center: Breaking News????
Der Historic Distillery District mit vielen Kneipen, Restaurants, Boutiquen…

Dann mieten wir für 10 Tage ein Auto, um die Städte Ottawa, Quebec und Montreal zu besuchen.

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