20140721 Cargo nach Gran Canaria

Sonntag, der 13.07.2014

Wir sind wieder da… 😉 😉 Wo? Na, ist doch klar:

– physisch wieder in Las Palmas auf Gran Canaria,
– virtuell, d.h. im Blog, erst dann, wenn das Internet, bzw.
WLAN wieder funktioniert, bzw. wir den Umweg über das
nächste Internetcafe nehmen.

Die vergangenen neun Wochen ohne PIA verfliegen wie im Zeitraffer, sodass wir nicht einmal dazu kommen, sie zu vermissen. Nicht nur das Herum-Transportieren von PIAs “inneren Organen“ zwecks Kontrolle, Reparatur oder Ersatz hält uns auf Trab; auch das Heraustüfteln von Alternativlösungen für ein redundantes Navigationssystem lässt Ohren beim Telefonieren heiß werden und so manches Hirn rauchen.

Blauäugig glauben wir auch, dass dort, wo wir uns gerade nicht aufhalten, der Zahn der Zeit schon nicht zu arg knabbern wird. Leider weit gefehlt! Ein Haus, bei dem diverse Systeme ausgefallen sind, ein Garten, der einem Dschungel gleicht, ein rostendes Auto, eine von Grund auf zu sanierende Mietwohnung und Mieterwechsel fordern Organisationstalent, unermüdliche Tatkraft und lassen obendrein das ersehnte Reisepolster schmelzen…

Doch weniger Erfreuliches verblasst zum Glück in der Erinnerung, während die vielen schönen Erlebnisse mit unseren Kindern, unserem Enkel Thies, der gesamten Familie und unseren Freunden sich farbenprächtig in Kopf und Computer ausbreiten.

Dann ist es soweit: Wir planen den Rückflug für den 11.Juli und die Elektriker wollen am 13. hinterher kommen.
Also starten wir am 2.07. zu unserer Geräte-Einsammeltour in Richtung Norddeich.
Kontrollierte, reparierte und neue Geräte werden auf Vollständigkeit geprüft, gezählt, gelistet und ins Auto geladen. Danach werden Arbeitsplan und Vorgehensweise für die Montage entworfen und alles scheint in trockenen Tüchern zu sein… bis wir zu Hause ankommen und uns – durch die von den Monteuren vorgenommenen Buchungen – fühlen, wie ausgenommene Weihnachtsgänse.
Das Fass ist übergelaufen. Wir stornieren den Auftrag.

Im Klartext heißt das jetzt: „Selbst ist der Mann“ (möglicherweise mit der Frau… im Kleingedruckten)
Ein gesunder Optimismus, der Glaube an Peters analytischen und findigen Ingenieursverstand und vier nicht ganz ungeschickte Hände werden uns das Ding sicherlich ein gutes Stück weit schaukeln lassen. Und für den Rest finden wir dann ganz bestimmt den geeigneten Fachmann.
Nach dem Motto:“ Dat löpt sich allens torecht“ werden wir nun an die Sache herangehen.

160 kg Gerätschaften, in acht großen Paketen und Koffern verstaut, bedeuten für die Condor nichts, übersteigen aber bei Weitem unsere Transportmöglichkeiten.
Eli und Dieter bieten ihre Unterstützung für den Schwertransport unseres Riesengepäcks nach Gran Canaria an. Gerne nehmen wir auch Dietmars freundliches Angebot an, uns mit seinem gepflegten, großräumigen Oldtimer-Bus nach Frankfurt zu bringen.
So geht’s am Sonntag, dem 13.7.’14 – dem Tag des WM-Endspieles – zurück nach Gran Canaria…

Das Endspiel…
Mäßig interessierte, dafür umso lauter schwätzende Spanier um uns herum, über jeden deutschen Patzer schadenfroh lachende und feixende Argentinier vor uns, schauen wir das Endspiel in einer Hafenkneipe und vermissen sehr – in der von Werbung gefüllten Halbzeit – die Kommentare von Mehmet Scholl o.a.
Aber: „Wir sind Weltmeister“ am Ende des Tages…

Peter und mir würde – bei den bevorstehenden Reparaturarbeiten – ja schon ein 3.Platz in der Bezirksliga genügen, wenn es denn einen Wettstreit für dieses Metier gäbe…

Erste Amtshandlung: Einbau von neuem Toilettenventil und repariertem Ladegerät…

Nun sind wir schon fast eine Woche wieder an Bord und können die PIA als Hausboot uneingeschränkt nutzen, da Toilettenventil und Ladegerät wieder eingebaut sind und prima funktionieren.
Haben wir Gäste an Bord, so bedeutet das auch für uns Urlaub. Und zum Entdecken gibt es hier noch genug. Eine Tagestour über die kurvenreichen Ministraßen lässt uns das schroffe, wilde und ziemlich einzigartige Inselinnere bestaunen…

Impressionen vom Inselinneren…

Der obligatorische Spaziergang durch die Dünen von Maspalomas weckt Assoziationen zur Sahara…

Wanderung vom Ende des Agaetetales zum Höhlendorf Hornillo…

Die Zenzi von der Alm…

Das Ziel ist erreicht:

Der Donnerstagabend treibt allwöchentlich tausende fröhlicher, junger Spanier in die Gassen der Altstadt, auf ihrer Tour durch die Kneipen, die an diesem Abend – für jeweils 1€ einen Pincho (kleine Leckerei am Spieß)und ein Getränk anbieten, was natürlich auch wir uns nicht entgehen lassen…

Und last but not least gibt es noch den Stadtstrand „Las Palmeras“, den Peter – seit wir Weltmeister sind – kurzerhand „Copa Cabana“ nennt.

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